Lasagne gegen Rheuma

Frisch gemacht sieht es nicht super aus. es schmeckt auch gut. Als Fertiggericht finden wir es ungeniessbar! (Foto: Fotolia)

Was ist das Gegenteil von geniessen? Geh würgen! Ein Aufschrei geht und ging durch Republik: Pferdefleisch in Fertiggerichten. Ich war in der Tat überrascht. Überrascht darüber, dass sich in Fertiggerichten tatsächlich echtes Fleisch befindet.

Bislang hatte man den Eindruck, dass es sich beim Inhalt um ein gefärbtes Etwas handelt, das nur hin und wieder den Eindruck von Fleisch vermittelte. Gewürzt mit Geschmacksverstärkern, die dem Esser das Gefühl geben, es sei Geschmack vorhanden. Wer seinen Körper so gering schätzt, auf Fertigprodukte zurückzugreifen, schreit plötzlich auf, dass sich nicht nur Rindfleisch im Inneren eines eher ungeniessbar anmutenden Gemenges befindet? Kaum nachvollziehbar.

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Vielmehr sollte uns schnell bewusst werden, dass wir uns tatsächlich von solchen Gerichten ernähren. Hassen wir uns denn so? Warum denken wir, dass rumänische Fleischbeschaffer uns ernster nehmen, als wir uns selbst? Wo wir uns selbst doch am nächsten sind. Wenn wir aus diesem Skandal eine Lehre ziehen sollten, dann kann es nur die sein, dass wir in Zukunft wieder frisch kochen. Es bleibt auch zu hoffen, dass wir beim Einkaufen noch Rind von Huhn unterscheiden können, wo doch viele Menschen glauben, Kühe seien Lila.

Na ja, im schlimmsten Fall hilft uns die Lasagne mit dem möglicherweise enthaltenen Phenylbutazon gegen unser Rheuma. Allerdings ist dies auch nicht gerade das Mittel der Wahl. Guten Appetit!

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